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Ich möchte heute ein paar Zeilen schreiben, weil es für mich eine Herzensangelegenheit ist.

Diese Woche ist Mental Health Week, heute ist Mental Health Day. Und obwohl ich denke, dass ein Tag nicht genug ist, um dem Thema Beachtung zu schenken, ist es immerhin ein Tag.

Vor einem Jahr habe ich öffentlich gemacht, dass ich zur Therapie gegangen bin. Ich habe angefangen, darüber zu reden, wie es sich anfühlt, dunkle Tage zu haben, das Gefühl zu haben, dass man den Sinn des Lebens nicht mehr versteht. Ich habe drüber geschrieben, dass Musik und Literatur die zwei Dinge sind, die mir Geborgenheit schenken, die mich gerettet haben. Und dass das Schreiben selbst meine Art ist, nicht nur mit meinen Monstern umzugehen, sondern diese anstrengenden Phasen durchzustehen.

Und dennoch glaube ich nicht, dass ich je das Gefühl haben werde, vollkommen verstanden zu werden. Ich glaube nämlich, dass das Schlimmste ist, den Kampf mit dem eigenen Kopf jemand anderen zu erklären. Vor allem dann, wenn man selbst nicht weiß, was gerade eigentlich passiert – und mehr noch, warum.

Jeder ist anders, und jeder erlebt/durchleidet es anders. Viele leider immer noch im Stillen. Daher einmal mehr der leise Appell: Ihr seid nicht allein!

Ich habe das Glück, dass es mir heute, an diesem Tag, soweit gut geht. Aber ich halte das nicht für selbstverständlich. Im Gegenteil, ich bin mir durchaus bewusst, dass sich das ohne Vorwarnung binnen Sekunden ändern kann. Und wenn es passiert, dann wird es eine Sache geben, die mich festhalten lässt, die mich am Leben festhalten lässt… „and if it wasn’t for music, I wouldn’t have anything else“.

In monsterly love,
L.

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